9. Klezmerfest

Samstag, 8. Februar 2020 - 20:00

9. Klezmerfest im BergWerg Quelkhorn
 
Ein Abend voller Lebensfreude und Lebendigkeit mit Musik, die von Herzen kommt und zu Herzen geht ! 
 
Die Ottersberger Klezmerband Cladatje organisiert das inzwischen 9. Klezmerfest, das am 8. Februar 2020 ab 20:00 Uhr stattfinden wird. Gemeinsam mit zwei eingeladenen Gastbands aus Bremen und Berlin wird es ein Abend verschiedenster lebendiger und auch melancholischer Klänge zum Lauschen, bis hin zu Musik, die zum Tanzen einlädt, werden. Der Ort wird wieder der stimmungsvolle Saal des „Bergwerks“ in Quelkhorn sein.
Klezmer kommt aus dem Hebräischen und bedeutet in etwa Werkzeug zur Melodie, also Musikinstrument.

Umherziehende Musiker, die Klezmorim, spielten ihre zugleich fröhliche wie traurige Tanzmusik überall dort, wo es gewünscht war, sodass sie sich im 18. Jahrhundert in Osteuropa als traditionelle Hochzeits- und Festmusik der jiddischsprachigen Juden etablierte. Durch Auswanderer gelangte die Klezmermusik ab 1880 auch nach Amerika, wo sie sich in den 1970er Jahren neuer Aufmerksamkeit erfreute, nachdem sie in den Schrecken der Weltkriege zunehmend in Vergessenheit geraten war. Als ein spezieller Aspekt jüdischer Kultur verbreitet sie sich heutzutage
über den gesamten Globus. Im Laufe der Zeit gelangten auch neue Einflüsse in die Klezmermusik, sodass bisweilen moderne Formen eher der Weltmusik zugeschrieben werden, da sie weit von dem entfernt sein können, was man ursprünglich als Klezmer identifiziert hätte. Geblieben ist jedoch eine Musik, die von Herzen kommt und zu Herzen geht und die trotz erfrischenden Schwungs, mitreißendem Rhythmus und eingängigen Melodien,
immer auch die tragischen Seiten des Lebens beleuchtet. 
 
Cladatje hat zwei Bands eingeladen, das Fest zu bereichern. Die Klezmerband „ Klezgoyim“ aus Bremen, hier zu Lande natürlich sehr bekannt und beliebt und die Klezmer-und-Balkan-Bassband „Bakshish“ aus Berlin, die mit ihrem Sound zum tanzen einladen.
Das beliebte Finale das Abends holt nochmal die Musiker aller drei Bands auf die Bühne und die 16 MusikerInnen beschließen damit feierlich das Klezmerfest.
 
Als Gastgeber eröffnet „Cladatje“ den Abend.
„Cladatje“ in der Besetzung mit Till Eversmeier (Geige), Edna Eversmeier (Geige, Gesang), Kurt Kratzenberg (Gitarre, Mandoline), David Hodgkinson (Akkordeon) und Clive Ford (Kontrabass, Gesang) eröffnet in der Musikkneipe das Klezmer-Spektakel. „Dem Publikum im Zusammenspiel die Lebensfreude und Lebendigkeit der Klezmermusik zu vermitteln“, das ist nach Worten von Geigerin Edna Eversmeier das Ziel des Abends. „Cladatje“ selbst ist seit 20 Jahren mit mitreißender Spielfreude im Gepäck auf verschiedensten Bühnen zu Hause.
Der Engländer Clive Ford gründete die Band Mitte der 90er-Jahre. Gemeinsam mit seinem Landsmann David Hodgkinson, dem hiesigen Geschwisterpaar Edna und Till Eversmeier sowie dem Gitarristen Kurt Kratzenberg wollen die Musiker mit großer Spielfreude ihre Lust auf Klezmermusik vermitteln. Zuletzt spielte Cladatje Konzerte in Rumänien und ist nachhaltig beeindruckt und spieltechnisch inspiriert. 
 
Klezgoyim gibt es seit 1993. Damals zwei Bremer Klarinettisten erkennen, dass ihre musikalischen Möglichkeiten weiter reichen als die klassische Ausbildung ihnen zugestehen will. Vom aus den USA nach Europa überschwappenden Klezmerrevival inspiriert suchen sie Gleichgesinnte. Diese, ebenfalls bald mit dem Klezmervirus infiziert, sind schnell gefunden und allerlei wunderbare Klezmermelodien laufen ihnen zu. 
In Form alter Aufnahmen, auf Festivals, bei Kollegen, überall treffen sie auf Hora, Doina, Freilech und Bulgar. Kaum aus dem Probenraum zurück ans Tageslicht lassen sich die ersten Auftritte nicht vermeiden, die Begeisterung und Anteilnahme seitens des Publikums überrascht sogar die Jubelstürme gewohnte Schlagzeugerin der Band. Einmal losgetreten reißt die Lawine der Begeisterung alle scheinbaren Grenzen des Genres mit sich und so etabliert sich Klezgoyim als Band, die in keine Klezmerschublade passen will. Ob Türkisches, Griechisches, Bulgarisches, Bremisches, Melodien vom Balkan oder vom Prenzlauer Berg – mühelos verbindet Klezgoyim verschiedenste klezmerkompatibele Musikstile zu einem völlig eigenen Gebräu – süffig, anregend, berauschend! Ob Konzert, Hochzeit, Tanzworkshop oder Geburtstagsparty, ob Bar Mizwa oder Nachtbar, ob sitzend oder schwitzend: Klezgoyims Musik ist ein Erlebnis das alle erreicht. 
 
Martin Kratzsch – Klarinette
Sanne Möricke - Akkordeon und Tenorhorn 
Ralf Stahn - Kontrabass und Euphonium 
Peter Dahm  - Saxofone 
Susanne Sasse - Schlagzeugerin und zweite Akkordeonistin 
 
„KLEZMER AUF DEN SPUREN DES BALKAN-BLECHS“ - so titelte die FAZ nach dem Konzert der BAKSHISH BRASS BAND, damals noch unter dem Namen "Grinsteins Mischpoche" unterwegs, in der Frankfurter Brotfabrik, und treffender könnte man das musikalische Konzept dieser Berliner Weltmusik-Kapelle kaum beschreiben.

Gegründet 1992 als reine Klezmer - Gruppe, erweiterte sich mit den Jahren das musikalische -Spektrum immer mehr. Da auch Klezmer als "universellste Musik der Welt" musikalische Einflüsse aus Europa, Amerika und z.T. sogar Asiens in sich vereint, tauchten seitdem in den Konzerten der „Bakshish Brass Band“ immer mehr auch Stücke vom Balkan, aus Transsylvanien sowie viele
Eigenkompositionen auf.

Im Jahre 1998 kam eine weitere musikalische Facette hinzu: Inspiriert durch den Emir Kusturica – Film „Underground“ und die Konzerte diverser Balkan – Blaskapellen in Deutschland griffen Akkordeonistin, damalige Geigerin und Gitarrist zum Tenorhorn, um eine echte „Balkan-Brass“ – Rhythmus – Sektion zu formieren.

Durch die Beschäftigung mit den wilden Blechblas - Rhythmen Osteuropas gab es aber gleichzeitig auch eine interessante musikalische Rückkopplung:
In den Konzerten der Bakshish Brass Band sind eine Vielzahl Klezmer-Stücke als reine Brass Version zu hören, das ist zwar nicht sehr traditionell, funktioniert aber hervorragend !
Umgekehrt werden auch viele Balkangrooves nicht nur in in Blech gekleidet.

Seit einiger Zeit ist der Schwerpunkt der Band etwas „balkanlastiger“ und druckvoller. Außerdem fusionieren in vielen Eigenkompositionen osteuropäische Klänge mit Jazz und anderen Musiktraditionen zum eigenen Bakshishsound.
 
Es spielen: 
Attila Wiegand - Percussions
Sara Wang - Accordion, Tenor Horn
Detlef Pegelow - Tuba
Thomas "Schudi" Schudack - Tenor Horn, Guitar
Lukáš Linhart - Trumpet, Flugelhorn
Bert Hildebrandt - Clarinet, Saxophone 
 
Karten mit freier Platzwahl für das 9. Ottersberger Klezmer-Festival gibt es ab sofort im Vorverkauf zum Preis von 18 Euro direkt im „Bergwerk“ an der Quelkhorner Landstraße 19 und bei der Buchhandlung Froben in Ottersberg. An der Abendkasse kostet der Eintritt 20 Euro.
 
 

Öffnungszeiten: Dienstag - Samstag ab 18.00 Uhr und Sonntag ab 17.30 Uhr
Quelkhorner Landstr. 19  •  28870 Quelkhorn  •  Telefon: 04293 - 787792  •  info@bergwerk-quelkhorn.de  •  Impressum Datenschutz